Seora Geschichten
Tiras schenkt Freude und unbeschwerte Momente
Manuela Hägi und ihr treuer Begleiter Tiras besuchen wöchentlich das Pflegeheim in Laufenburg – und bringen dabei viel Wärme, Nähe und Freude in den Alltag unserer Bewohner:innen.
Manuela Hägi gestaltet ihre Besuche individuell und geht feinfühlig auf die Bedürfnisse der Menschen ein. Tiras, ein ausgebildeter Sozialhund, hat ein besonderes Gespür dafür, wie er sich verhalten muss, um Vertrauen zu schaffen und Geborgenheit zu vermitteln.
Wenn Manuela Hägi eine Decke auf dem Bett ausbreitet, springt Tiras sanft darauf und kuschelt sich an die Bewohnerin. Während sie ihn streichelt, breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Im Flur wird es lebhafter: Ein Bewohner wirft einen Plüschknochen, den Tiras freudig apportiert und auf seinem Schoss ablegt – jedes Mal leuchten die Augen des Bewohners vor Freude. Zurück im Zimmer erhält Tiras eine kleine Belohnung: ein Stückchen Gipfeli vom Zmorgen, das der Bewohner extra für ihn aufgehoben hat.
Tiras wurde an der Schweizerischen Schule für Blindenführerhunde in Allschwil zum Sozialhund ausgebildet. Er weiss genau, wie er Gegenstände apportieren und den Bewohner:innen auf den Schoss legen muss. Auch wenn viele Hände ihn gleichzeitig streicheln oder mehrere Stimmen ihn rufen – Tiras bleibt ruhig, gelassen und liebevoll im Kontakt. Sobald Manuela Hägi ihm das blaue Mäntelchen mit der Aufschrift «Sozialhund» anzieht, weiss er: Jetzt geht es los, ich bin im Einsatz.
Manuela Hägi ist mit Hunden aufgewachsen und liebt es, Zeit mit älteren Menschen zu verbringen. Als sie sich für den Königspudel Tiras entschied, war für sie klar, dass sie ihn zum Sozialhund ausbilden lassen möchte – eine Verbindung ihrer beiden Herzensanliegen. Ihre Besuche im Pflegeheim in Laufenburg leistet sie als Freiwillige. «Was mir die Bewohner:innen zurückgeben, ist für mich der grösste Lohn», sagt sie.
Was mir die Bewohner:innen zurückgeben, ist für mich der grösste Lohn.
Manuela Hägi
Mittwochmorgen ist Tiras-Zeit: Mit einer grossen Tasche voller Spielzeug und Tiras an der Leine betritt Manuela Hägi das Pflegeheim. Ihre Spontanbewerbung vor über drei Jahren war der Beginn einer besonderen Verbindung – und Laufenburg ist bis heute das einzige Pflegeheim, das sie regelmässig besucht.